Selbst Strom zu erzeugen ist nicht nur nachhaltig, sondern auch äußerst praktisch. Dennoch sind die Anschaffungskosten für eine Photovoltaikanlage vergleichsweise hoch. Lohnt sich die Investition für das Fertighaus also?
Sonnenlicht als Energiequelle ist ein unerschöpfliches Gut, das niemals aufgebraucht wird. Es werden keine Ressourcen benötigt, die wiederhergestellt werden müssen und keine schädlichen Emissionen oder Abfälle erzeugt. Für die Umwelt ist diese Maßnahme daher äußerst vorteilhaft. Ob sich eine Photovoltaikanlage für den privaten Haushalt rechnet, hängt jedoch von verschiedenen Faktoren ab.
Es ist wichtig zu beachten, dass Solarstrom nicht die zuverlässigste Stromquelle ist. Daher empfiehlt es sich, eine zweite Energiequelle als Backup bereitzuhalten. Die Produktion von Solarstrom ist stark wetterabhängig. Wenn die Sonne nicht scheint, wird auch weniger Strom erzeugt. Allerdings ist die Annahme falsch, dass bei bewölktem Himmel oder Regen gar kein Solarstrom entsteht. Solange es draußen hell ist, kann die Photovoltaikanlage Energie produzieren, nur eben in geringerem Maße. Bei bewölktem Himmel oder Regen ist die Stromerzeugung zwar weniger, aber nicht komplett ausgeschlossen.
Dachausrichtung spielt wichtige Rolle für Photovoltaikanlage
Bei der Energiegewinnung durch Solarstrom spielt dein Dach eine zentrale Rolle. Besonders bei südlich ausgerichteten Dächern können Photovoltaikanlagen den höchsten Ertrag erzielen, da sie den Sonnenstrahlen am längsten und direktesten ausgesetzt sind. Eine Ausrichtung nach Osten oder Westen ist ebenfalls möglich, erzeugt jedoch im Vergleich zum Süden weniger Strom.
Neben der Ausrichtung ist auch die Dachneigung entscheidend dafür, wie viel Sonnenlicht deine Anlage aufnehmen kann. Generell sind Dachneigungen zwischen 25° und 60° gut geeignet für die effiziente Stromerzeugung. Die idealen Winkel unterscheiden sich je nach Dachausrichtung. Daher gilt bei Südausrichtungen eine Neigung von 30 bis 35° und bei Ost- und Westausrichtungen von etwa 25° als optimal. Bei unseren ICON-Häusern kannst du aus den verschiedenen Dachformen und Neigungen die passende Wahl treffen.
Grundsätzlich können alle Dachformen mit PV-Anlagen ausgestattet werden, auch bei Flachdächern ist dies möglich. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass spezielle Aufständerungen notwendig sind, um die Module im optimalen Winkel zu befestigen. Diese Aufständerungen können die Investitionskosten erhöhen. Ältere Dächer oder solche, deren Tragfähigkeit eingeschränkt ist, eignen sich weniger für die Installation von PV-Anlagen, da einzelne Solarmodule zwischen zehn und fünfzehn Kilogramm pro Quadratmeter wiegen. Zudem sollte darauf geachtet werden, dass keine Verschattungen durch Bäume, Nachbargebäude oder Schornsteine die Solarmodule beeinträchtigen, um die bestmögliche Energieerzeugung zu gewährleisten.
Strom in einer Batterie speichern
Wenn du dir eine Solaranlage anschaffst, stehst du häufig vor der Entscheidung, ob du zusätzlich einen Batteriespeicher installieren möchtest. Ein Batteriespeicher kann sich besonders lohnen, wenn dein Haushalt vor allem abends und nachts auf Strom angewiesen ist, da er die tagsüber gewonnene Sonnenenergie zwischenlagert und bei Bedarf bereitstellt. Das ist vor allem dann vorteilhaft, wenn du ein E-Auto besitzt und im Laufe des Tages nicht die Möglichkeit hast, es zu Hause aufzuladen. In diesem Fall sorgt der Batteriespeicher dafür, dass die Sonnenenergie so lange gespeichert wird, bis du sie tatsächlich brauchst.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Produktion von überschüssigem Strom durch deine Solaranlage. Wenn die Anlage mehr Energie erzeugt, als dein Haushalt verbraucht, wird der Überschuss normalerweise ins öffentliche Stromnetz eingespeist. Für diese Einspeisung erhältst du eine sogenannte Einspeisevergütung vom Staat, die eine zusätzliche Einnahmequelle darstellt. Allerdings geht dadurch die Autarkie, also die Unabhängigkeit vom öffentlichen Stromnetz, verloren. Ohne Batteriespeicher liegt diese Autarkie in der Regel bei etwa dreißig Prozent, weil du den überschüssigen Strom ins Netz einspeist, anstatt ihn selbst zu nutzen. Mit einem Batteriespeicher kannst du diese Autarkie deutlich steigern und Werte zwischen sechzig und siebzig Prozent erreichen, weil du den erzeugten Strom verstärkt selbst verbrauchst.
Die Anschaffungskosten für so einen Batteriespeicher allein sind allerdings mit erheblichen Kosten verbunden, meist im vierstelligen Bereich. Hier ist es wichtig, nach seinen eigenen Bedürfnissen und Nutzen abzuwägen.
Drei Gründe für eine Photovoltaikanlage
Die Energie, die du mit einer Photovoltaikanlage gewinnst, kannst du auf vielfältige Weise nutzen. Doch um wirklich von der Sonne zu profitieren und die Kosten zu amortisieren, solltest du bestimmte Voraussetzungen oder Nutzungsmöglichkeiten in Betracht ziehen.
Ein entscheidender Punkt ist der Einsatz eines Batteriespeichers. Wie bereits erwähnt, ermöglicht dir ein solcher Speicher, die tagsüber erzeugte Energie zwischenzuspeichern und bei Bedarf abzurufen. Damit vermeidest du Energieverluste und kannst den Solarstrom auch dann nutzen, wenn die Sonne nicht scheint. So wird dein Eigenverbrauch erhöht und die Wirtschaftlichkeit deiner Anlage steigt.
Ein weiterer bedeutender Vorteil ergibt sich, wenn du eine Wärmepumpe hast oder planst eine zu installieren. Die Sonnenenergie kann direkt für die Erwärmung deines Wassers oder die Beheizung deiner Räume genutzt werden. Das bedeutet, dass du warmes Wasser und eine angenehme Raumtemperatur auf nachhaltige Weise erreichst, ohne dafür extra bezahlen zu müssen. In dieser Kombination speist die Sonne nicht nur deinen Strom, sondern übernimmt auch deine Heizung. Damit nutzt du die Sonnenkraft doppelt effizient und kannst deine Heizkosten deutlich senken.
Der dritte entscheidende Faktor betrifft die Nutzung eines Elektroautos. Wenn du oder jemand in deinem Haushalt ein E-Fahrzeug besitzt, ist die Photovoltaikanlage besonders sinnvoll. Mit einer Ladestation die mit Photovoltaik betrieben wird, kannst du den Akku deines Autos direkt mit Sonnenenergie aufladen. Das bedeutet, du nutzt den selbst erzeugten Strom optimal aus und kannst dein Elektroauto nahezu kostenlos betanken.
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Das spricht für eine PV-Anlage
Der Erwerb einer Photovoltaikanlage stellt eine bedeutende Investition dar. Die Kosten für eine Solar-Ausstattung bei einem Einfamilienhaus liegen häufig im fünfstelligen Bereich, was eine wohlüberlegte Entscheidung erfordert. Dennoch wird dieser saubere, umweltfreundliche Strom in Deutschland durch verschiedene Förderprogramme unterstützt. Es gibt diverse Förderungskredite und Zuschüsse, die bereits vor dem Kauf einer PV-Anlage beantragt werden müssen, um die Investitionskosten zu verringern.
Zudem wird die Nutzung von Solaranlagen staatlich stark gefördert. Für den überschüssigen Strom, der ins öffentliche Netz eingespeist wird, erhält man eine Einspeisevergütung, die von der Einkommenssteuer befreit ist. Das bedeutet, dass eine PV-Anlage in der Regel nicht beim Finanzamt gemeldet werden muss. Außerdem sind Photovoltaikanlagen und Batteriespeicher beim Kauf häufig von der Mehrwertsteuer befreit, was die Kosten zusätzlich senkt. Das gilt auch für die Lieferung und Montage.
Bevor man sich jedoch für die erste verfügbare Anlage entscheidet, ist es ratsam, Preise und Garantien sorgfältig zu vergleichen. Dadurch lassen sich erhebliche Einsparungen erzielen.
Für die Umwelt lohnt sich eine Photovoltaikanlage auf jeden Fall, da der Ökostrom völlig emissionsfrei gewonnen werden kann. Wenn du sie zudem mit einer Wärmepumpe kombinierst, sparst du sogar Heizöl und Erdgas ein, was aktiv zum Klimaschutz beiträgt. Die Sonne ist unerschöpflich und zuverlässig. Obwohl das Wetter nicht beeinflusst werden kann, erhält eine Photovoltaikanlage selbst bei bewölktem Himmel genügend Sonnenstrahlen, um Energie zu erzeugen.
Für deinen persönlichen Nutzen macht es Sinn, eine Photovoltaikanlage zu installieren, wenn sie deinen Bedürfnissen entspricht und die Anschaffungskosten realistisch sind. Es ist ratsam, vorher im Internet oder direkt bei Anbietern verschiedene Angebote zu vergleichen, um ein Gefühl für die aktuellen Preise zu bekommen. Zudem solltest du abwägen, ob du einen Batteriespeicher benötigst und prüfen, ob dein Dach für eine solche Anlage geeignet ist.