Wenn die Tage wieder heller werden, motiviert es uns zum Aufräumen und Saubermachen zu Hause. Wer jedoch frisch in sein Eigenheim gezogen ist, weiß wahrscheinlich noch nicht so recht, was alles notwendig ist, um sein Zuhause frühlingsfrisch zu machen.
Der Frühling kündigt sich in den kleinen Dingen an. Die ersten richtigen Sonnenstrahlen des Jahres kommen langsam heraus, die Temperaturen fallen nicht mehr unter Null und dein Nachbar ist bereits mit Rasenmähen beschäftigt. Bei den meisten Hausbesitzern ist es jetzt Zeit für einen gründlichen Frühjahrsputz. Dieser bringt frischen Wind in dein Zuhause. Vor allem nach der dunklen Winterzeit lässt uns der Frühjahrsputz aufatmen. Das Haus frühlingsfrisch zu machen, ist nämlich nicht nur eine Reinigungsaktion. Der Frühjahrsputz bringt mehr Ordnung und Struktur in dein Eigenheim. Außerdem verbessert sich das Raumklima deutlich, wenn du die schwer erreichbaren Ecken vom Staub befreist. Du wirst dich danach besser fühlen, besonders, wenn du deine Schränke gründlich aussortiert hast und du wieder Platz zum Durchatmen findest.
1. Ordnung im Kopf
Egal, wo du anfängst, Klarschiff zu machen: Wichtig ist, dass du zumindest einen groben Plan bereit hast. Wer vorbereitet ist und weiß, wo er Ordnung schaffen möchte, spart Zeit und Nerven. Hierbei liegt es an dir, ob du die schwierigsten und unordentlichsten Räume zuerst anpacken möchtest oder ob du lieber in den leichten Räumen startest, die du schnell abhaken kannst. Bevor du beginnst, überprüfe, ob du genügend Zeit und Reinigungsutensilien vorrätig hast. Nehme dir am besten ein Wochenende oder ein paar Tage frei, an denen du dich ganz dem Frühjahrsputz widmen kannst. So gerätst du nicht in Stress zwischen Arbeit, Familie und Haushalt. Kontrolliere bereits vor dem Putzen, ob du alle benötigten Utensilien und Reinigungsmittel zu Hause hast, damit dir nicht mittendrin auffällt, dass etwas fehlt.
2. Vollen Durchblick erhalten
Scheint die Sonne, ist es Zeit, Fenster zu putzen. Wenn du schon dabei bist, reinige gleich die Fensterrahmen von innen und außen und die Fensterbänke mit dazu. Die beweglichen Teile des Fensters solltest du jetzt ölen und es allgemein auf Dichtigkeit überprüfen. Denke auch daran, die Griffe zum Öffnen abzuwischen. Wenn du ganz gründlich sein möchtest, kannst du deine Rollladenkästen reinigen. Das sollte sowieso einmal im Jahr geschehen. Hast du Vorhänge vor deinen Fenstern, dann bietet es sich an, diese abzuhängen und zu waschen. Wenn du möchtest, kannst du sie austauschen, Am besten wählst du einen leichten, hellen Stoff, der viel Licht hineinlässt. So sieht es in deinem Zuhause gleich frühlingshafter aus.
3. Küchengeräte reinigen
Jetzt ist auch die perfekte Zeit, um deine Haushaltsgeräte zu reinigen, zu warten und gegebenenfalls auszutauschen. Der Wasserkocher darf mal wieder entkalkt werden. Den Kühlschrank und die Gefriertruhe solltest du abtauen, die Fächer auswischen und die Lebensmittel darin kontrollieren. Die Dunstabzugshaube über deinem Herd sollte spätestens jetzt auch gereinigt werden. Ist die Haube etwas älter, besteht der Filter oft aus Vlies oder Papier. Diesen solltest du wechseln. Bei einem Metallfilter steht eine umfassende Reinigung an. Auch Mikrowellen und Backöfen dürfen während des Frühjahrsputzes mit weichen Schwämmen vorsichtig geschrubbt werden, um Angebranntes und Fettrückstände zu beseitigen.
4. Schränke leichter machen
Wenn du schon dabei bist, Lebensmittel auszusortieren, kannst du mit dem Ausmisten direkt weitermachen. Gehe deine Küchenschränke durch.
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Altes Geschirr, das bereits Risse oder abgesplitterte Ränder hat, kann entsorgt werden – oder du hebst es für den nächsten Polterabend gesondert auf. Genauso kannst du alte Brotdosen, Aufbewahrungsboxen, Besteck und was auch immer sich in deinen Küchenschränken befindet, aussortieren. Wenn du möchtest, kannst du den Frühjahrsputz nutzen, um deine Lebensmittel in Aufbewahrungsboxen umzufüllen. Das schaut gleich ordentlicher aus und schützt deine Vorräte gleichzeitig vor Lebensmittelmotten. Die Geschirrtücher können in welche mit frühlingshaften Farben und Mustern ausgetauscht werden.
5. Kosmetik und Kinder
Das große Aussortieren findet sein Ende nicht in der Küche. Gehe deine Badezimmerschränke mal genau durch. Über die Zeit sammelt sich einiges an Kosmetika an. Ist diese bereits länger als ein Jahr geöffnet, ist sie meist nicht mehr haltbar. Die genaue Haltbarkeit nach Öffnung findet man auf der Tube der Produkte. Ungeöffnete Packungen, die du nicht vorhast, zu benutzen, kannst du an Freunde oder Bekannte weitergeben. Falls du Kinder hast, kannst du mit ihnen zusammen Spielzeug und Kleidung aussortieren. Sie wachsen schnell aus ihren Sachen heraus, körperlich und geistig. Dinge, die sie letzten Sommer getragen und benutzt haben, haben heute meist keinen weiteren Nutzen mehr, als im Schrank zu liegen.
6. In den Altkleidersack
Deine eigenen Klamotten dürfen auch durchgeschaut werden. Was davon ziehst du wirklich noch an? Es gibt bestimmt einige Kleidungsstücke, die bereits ein Jahr lang ganz unten im Regal liegen und einfach nur noch Platz wegnehmen.
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Entscheide dich, was du aufheben, spenden oder wegwerfen möchtest. Um deinen Kleiderschrank noch luftiger zu gestalten, kannst du deine Winterklamotten luftdicht einpacken und in den Keller oder auf den Dachboden verräumen. Dort warten sie auf dich, bis du sie wieder brauchst. Achte darauf, sie in der Zwischenzeit in Vakuumbeuteln oder luftdichten Boxen zu lagern, damit sich keine Kleidermotten an deinen Stoffen bedienen. Um sicherzugehen, kannst du in die Beutel noch ein Säckchen mit Lavendelblüten legen.
7. Alles entstauben
Während du deine Schränke leerst, kannst du ihre Leere nutzen, um sie gründlich zu reinigen. Wische die Regale und Schubladen aus. Räume Dekoration von ihren Oberflächen herunter und befreie sie vom Staub. Das Gleiche gilt für Schränke, die sehr weit oben hängen. Auch diese möchten endlich vom Staub befreit werden. Nicht nur Schränke. Tische, egal ob Ess-, Couch- oder Beistelltisch, solltest du gründlich saubermachen. Handelt es sich um Holzmöbel, bietet es sich an, diese währenddessen zu ölen. Die Beine der Tische oder Stühle sind auch an der Reihe, gereinigt zu werden. Wichtig ist es, während dem Frühjahrsputz auch mal die Lichtschalter, Steckdosen und Fernbedienungen zu desinfizieren, denn hier lagern sich die meisten Bakterien an.
8. Polster und Stoffe erneuern
Polstermöbel brauchen während des Frühjahrsputzes besonders viel Aufmerksamkeit. Sofas und Sessel sind Sammelstellen für Hautschuppen, Haare, Staub – und in der Weihnachtszeit – Plätzchenkrümel.
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Ein herkömmlicher Staubsauger mit Polsterdüse schafft hier gute Abhilfe. Sitzflächen kannst du mit einem feuchten Mikrofasertuch gut abwischen. Wenn die Möbel abnehmbare Bezüge haben, dann ziehe sie ab und wasche sie richtig in der Waschmaschine. Dasselbe gilt für Kissen und Tagesdecken. Wenn du dich um Stoffe kümmerst, dürfen natürlich die Teppiche nicht fehlen. Diese solltest du ausklopfen, reinigen und auslüften lassen. Tisch- und Platzdecken können an die Jahreszeit angepasst werden.
Falls es einen größeren Tapetenwechsel benötitg, kannst du auch über eine Umgestaltung nachdenken. Mit verschiedenen Farbkonzepten lässt sich dein Zuhause ganz einfach aufpeppen.
9. Bestandskontrolle
Wenn das Wetter draußen trocken bleibt und drinnen alles aufgeräumt und entstaubt ist, kannst du dich vor die Tür wagen. Zuerst solltest du hier dein Haus auf Schäden überprüfen, die der Winter hinterlassen haben könnte. Überprüfe, ob sich am Dach Ziegel gelöst oder an der Fassade Risse gebildet haben. Befreie die Regenrinne von Laub, Ästen und Moos, bevor es sie verstopft, und achte auch darauf, dass das Dach keine undichten Stellen bekommen hat. Danach kannst du dich um deine Terrasse kümmern. Bei Holzdielen auf der Terrasse solltest du darauf achten, dass diese keine Risse oder Splitter erhalten hat. Wenn doch, müssen diese repariert werden, um Stolpergefahren zu beseitigen.
10. Terrassenzeit
Auf der Terrasse ist es an der Zeit, das Unkraut zu entfernen. Denn was gibt es Besseres, als am ersten milden Morgen seinen Kaffee auf der bereits vorbereiteten Terrasse zu trinken? Dafür müssen natürlich die Terrassenplatten gereinigt werden. Bei einer Terrasse aus Holz gelingt dir das ganz einfach mit einem Schrubber.
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Anschließend kannst du eine Holzschutzlasur auf dem Boden auftragen. Diese frischt den Glanz deiner Terrasse auf und schützt diese vor Witterungseinflüssen. Terrassenplatten, die sich aus einem anderen Material zusammensetzen, lassen sich mit einem Hochdruckreiniger von Algen und Moos befreien. Überprüfe, ob deine Gartenmöbel noch intakt sind. Die aus Kunststoff kannst du mit Seifenwasser reinigen, Holzmöbel vertragen ebenfalls eine Lasur.
11. Alte und neue Pflanzen
Im Garten gibt es einiges zu tun, um diesen wieder auf das Frühjahr vorzubereiten. Du kannst damit beginnen, abgestorbene Pflanzenreste zurückzuschneiden. Besonders bei Rosen oder Obstbäumen ist das Stutzen sinnvoll, damit sie in der nächsten Saison umso besser blühen können. Pflanzen, die du zum Überwintern drinnen gelagert hattest, dürfen langsam wieder herausgestellt werden. Sobald die frostigen Nächte vorbei sind, darfst du neue Setzlinge pflanzen, den Rasen harken um ihn von Moos und Laub zu befreien und ihn vorsichtig vertikutieren. Falls du einen Gartenteich angelegt hast, sollte dieser von Pflanzenteilen und Algen befreit werden. Eventuell musst du auch dessen Filteranlage erneuern. Der Frühjahrsputz lädt also dazu ein, das gesamte Grundstück wieder auf Vordermann zu bringen.
Das Eigenheim zu hegen und zu pflegen dient nicht nur der Wohlfühlamtosphäre, sondern zahlt sich auch in der Zukunft aus. Denn dein Zuhause dient ebenso als wichtige Altersvorsorge.